Chiang Mai ohne Plan

Chiang Mai Tempel
Chiang Mai Tempel

Was haben wir vor: gar nichts. Wir lassen uns einfach treiben.

Anreise nach Chiang Mai

Mit dem Nachtzug von Bangkok nach Chiang Mai zu reisen ist abenteuerlich. Am besten Ohrenstöpsel, Schlafbrille und warme Anziehsachen griffbereit packen. Dann kommt man ganz gut durch. Für den Rückweg haben wir uns allerdings für die Luftvariante entschieden.

Erster Eindruck?

Chiang Mai ist schwer in Kapitel zu unterteilen. Alles fügt sich hier zusammen weil es so klein und überschaubar ist. Wer hier spazieren geht, kommt zwangsläufig an einem wunderbaren Tempel vorbei. In den kleinsten Hinterhöfen finden sich die erstaunlichsten Anlagen mit goldenen Fassaden und dahinter meditieren die Mönche. Das ist der Zauber von Chiang Mai. Es verströmt einen angenehmen spirituellen Geist und der Mix zwischen Touristen und Locals scheint in Balance zu sein. Das liegt vielleicht auch daran, dass insgesamt ein eher cosmopolitisches Flair herrscht. Die Restaurant-Szene zum Beispiel, bietet etwas für jeden Geschmack wie es in modernen Großstädten üblich ist. Auch in Chiang Mai kann man zum Italiener oder zum Perser gehen. Wir haben viel ausprobiert und obwohl man vielleicht einen billigen Abklatsch erwarten könnte, haben wir ausnahmslos gut gegessen.

Unterkünfte in Chiang Mai

Unsere ersten Nächte verbrachten wir im Guest-House Gongkaew Huenkum. Das ist ein 2-Sterne Gästehaus, das verschiedene kleine Backsteinbungalows inmitten eines Gartens anbietet. Es war nichts Besonderes aber Rasen und Bäume erschienen uns nach Bangkok wie das Paradies und wir haben die Privatsphäre, die einem so ein Bungalow vermittelt, sehr genossen. Hier konnte sich Rene von seinem Curry und der eiskalten Nacht im Zug wieder erholen.

Wir würden empfehlen: in Chiang Mai sucht man sich am besten eine Bleibe innerhalb des Straßen-Quadrats, welches die Innenstadt einrahmt. Innerhalb dieser Zone kann man vieles zu Fuß erreichen. Und falls die Beine doch müde werden, findet man immer ein Taxi an der nächsten Straßenecke. Weil in Chiang Mai ein weitaus lässigerer Betrieb herrscht als in Bangkok, hat sich bei uns recht schnell eine sehr angenehme Urlaubsstimmung eingestellt. Daher haben wir uns ein etwas schickeres Hotel mit Pool gesucht. Unsere Wahl fiel auf das Karinthip Village, das sich im Osten der Stadt und damit genau auf der anderen Seite befand. Das war einfach perfekt. So konnten wir den Teil erkunden, den wir bis dahin ausgespart hatten. Das Karinthip Village war genau die richtige Wahl für unsere Bedürfnisse. Mit Garten und Swimmingpool ausgestattet konnten wir so Stadterkundung und Entspannung kombinieren.

Unsere Lieblingsstraße:

Die Ratchadamnoen Road blieb uns am besten in Erinnerung. Zu Fuß kann man hier an Shops, Restaurants, Cafes, Bars, Massagesalons und Wats vorbei schlendern. Alles dort ist sehr tiefenentspannt. Und gleich ums Eck finden sich eben die Tempel Wat Chedi Luang und Wat Phra Jao Mengrai. Die Straße geht mitten durch das Straßenquadrat und endet im Osten an der Kanalstraße. Dort ist auch der Sunday Night Market und weiter geradeaus der Night Bazar zu finden.

Chiang Mai Mon da Than Waterfall
Chiang MaiMae Sa Waterfalls

Ausflug mit Taxi in den Dschungel

Im Reiseführer hatten wir schon gelesen, dass man sich einfach ein rotes Taxi schnappen (überdachte Ladefläche mit Bänken links und rechts) und einen Ausflug selbst gestalten soll. Wir wollten zu den Wasserfällen außerhalb der Stadt. Wir buchten das Taxi den ganzen Tag zu einem vernünftigen Preis. Und das tolle war: Außer uns war NIEMAND da. Wir hatten die kleinen Wasserfälle ganz für uns alleine. Ein Wanderweg führte uns zu einem Becken wo wir uns unter das Wasser stellen konnten. Man sollte keine Wasserfälle á la Niagara erwarten, aber es macht einfach Spaß in der Natur zu sein und weit und breit ist keine Menschenseele zu sehen.

Danach sind wir zu den Mae Sa Waterfalls. Dort geht es um einiges turbulenter zu. Hier gibt es mehrere Becken und einen Trail, der von Ebene zu Ebene führt. Viele Thais haben hier den Nachmittag mit picknicken verbracht. Das ganze Schauspiel war zwar schön anzuschauen aber wer die Einsamkeit sucht, ist hier fehl am Platz.